Über den Saarlooswolfhund
Die Scheue des Saarlooswolfhundes
Die Scheu ist eines der auffälligsten Charaktermerkmale des Saarlooswolfhundes. Für viele Hundefreunde ist es schwer nachzuvollziehen und nicht immer verständlich, wenn ein Saarlooswolfhund sie nicht freudestrahlend begrüßt, sondern stattdessen möglicherweise zurückweicht oder sogar die Flucht ergreift.
Wenn Sie sich also einem Saarlooswolfhund nähern, sollten Sie Verständnis für sein Verhalten haben – für seine Zurückhaltung und Distanziertheit.
Rassetypisches Verhalten
Das reservierte Wesen und der mögliche wildtierhafte Fluchttrieb gegenüber fremden Menschen und in unbekannten Situationen sind rassetypisch für den Saarlooswolfhund. Diese Eigenschaften trägt der SWH als Teil seines Erbguts in sich.
Die Neigung zur Flucht dient als Vorsichtsmaßnahme, um den eigenen Schutz zu gewährleisten. In Situationen, in denen der Hund sich eingeengt fühlt – zum Beispiel bei angeleinten Hunden oder in engen Räumen – kann dieses Verhalten besonders ängstlich oder sogar panisch wirken.
Individuelle Ausprägung
Diese Fluchtneigung ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt auch Saarlooswolfhunde, die dem Menschen gegenüber aufgeschlossen sind. Manchmal kann bereits als Welpe eine Tendenz zur Zurückhaltung erkennbar sein, aber wie sich diese Eigenschaft im ausgewachsenen Hund zeigt, lässt sich vorher nicht sicher vorhersagen.
Mögliche Herausforderungen
Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass dieser Fluchttrieb den Hundebesitzer vor Herausforderungen stellen könnte. In bestimmten Situationen kann es sein, dass Ihr Hund nicht in der Lage ist, ein Kommando zu befolgen.
Kein aggressives Verhalten
Trotz seines Misstrauens zeigt der Saarlooswolfhund gegenüber dem Menschen keine Motivation zu aggressiven Handlungen. Die Einkreuzung des Wolfes hat den Saarlooswolfhund nicht gefährlicher gemacht als andere Hunderassen..
Und Zuletzt noch ein paar Zeilen zum Autofahren !
Es kommt bei Saarlooswolfhunden in der Tat häufiger als bei anderen Rassen vor,
dass ihnen schlecht wird beim Autofahren.
Die Ausprägung ist sehr unterschiedlich und reicht von
ein bisschen sabbern bis zu "es kommt aus allen Körperöffnungen gleichzeitig".
Tatsache ist aber auch, dass sich die Hunde ans Autofahren gewöhnen können und umso häufiger man fährt, desto schneller geht es.
Bei einigen Exemplaren wird es sie aber das ganze Hundeleben lang begleiten.
Falls sie noch Fragen haben, scheuen sie sich nicht, persönlichen Kontakt aufzunehmen.